Die Wanderfalken von St. Marien

Einblicke in das Brutgeschehen

Ansiedlung einer seltenen und spannenden Vogelart in Greifswald

Seit 2012 kann man den schnellsten Vogel der Welt nun auch im Stadtgebiet von Greifswald beobachten! Dabei bildet die Marienkirche den zentralen Punkt des Revieres, in welchem sich die Falken das ganze Jahr über aufhalten.

Nach einem radikalen Bestandseinbruch aufgrund des Einsatzes giftiger Chemikalien in der Landwirtschaft und gezielten Nachstellungen durch den Menschen war der Wanderfalke in den 1970er Jahren in Europa fast ausgestorben. In Deutschland gab es nur noch wenige Brutpaare in Baden-Württemberg und Bayern. In Mecklenburg-Vorpommern war der Wanderfalke damals ausgestorben. Nach dem Verbot der einstigen Gifte in der Landwirtschaft und intensiven Schutzbemühungen siedelt die Art seit 1997 wieder im Bundesland.

Bereits im Jahr 2013 wurden, mit freundlicher Unterstützung durch den Tierpark Greifswald, zwei für die Falken geeignete Nistkästen am Turm der Marienkirche angebracht. Die erste Brut erfolgte schließlich im Jahr 2016. Seitdem brüten die Falken alljährlich an der Marienkirche. Sie sind das einzige Wanderfalkenpaar im Stadtgebiet und der näheren Umgebung.
In diesem Jahr möchten wir interessierte Beobachter, mittels einer Videoaufzeichnung, am Brutgeschehen der Wanderfalken teilhaben lassen.
An dieser Stelle möchten wir wöchentlich über das Brutgeschehen sowie die anschließende Aufzucht der Jungen informieren.
Seien Sie dabei, wenn es heißt: Einblicke in die Kinderstube des Wanderfalken 2019!

18. Mai um 11:31 Uhr. Nach 17 Minuten waren alle wohlbehalten zurück im Nistkasten. Nach einer kurzen Pause wurde die Abdeckung am Kasteneingang wieder entfernt.

 

18. Mai um 11:14 Uhr. Durch die geöffnete Rückwand am Nistkasten werden die Falken, einer nach dem anderen, herausgenommen. Aufgrund der Wehrhaftigkeit der Kleinen ist ein vorsichtiges und gleichzeitig beherztes Zufassen gefragt.

 

17.Mai. Im Alter von drei Wochen beginnen die Falken sich für alles zu interessieren, was sich bewegt…auch wenn es sich - wie hier zu sehen - nur um eine Fliege handelt.

 

12.Mai. Warten auf Futter.

 

09. Mai um 8:00 Uhr. Kurz vor der Fütterung herrscht rege Aufregung bei den Kleinen. Wenn dann so große Beute - wie in diesem Fall eine junge Ringeltaube - eingetragen wird, werden ganz sicher alle satt.

 

04. Mai. Ist die Katze aus dem Haus… Während die Wanderfalken ihre Jungen im Nistkasten an der Westseite aufziehen, versuchen Ringeltauben immer wieder den Nistkasten an der Nordseite zu besetzen. Wie gefährlich das sein kann, zeigt das kurze Video. Fast zu schnell für die Kamera und das menschliche Auge. Nur so viel…die Taube hat ganz knapp überlebt.

 

28. April um 1:40 Uhr. Aus dem letzten Ei schlüpft nach 33 Tagen ein gesundes Küken.

 

26. April um 15:00 Uhr. Nach 8 Stunden Lebenszeit zeigt Küken Nummer 3 nur noch geringe Regungen. Es ist das vordere, leicht quer liegende Küken im Bild.

 

26. April. Zwischen 6:00 – 7:00 Uhr ist Küken Nummer 3 geschlüpft.

 

25. April um 8:24 Uhr. Es ist soweit! Das zweite Küken ist ebenfalls geschlüpft und sowohl Dagny als auch wir sehen die beiden Jungen zum ersten Mal.

 

25. April um 6:46 Uhr. Nach 35 Tagen Brutzeit steht der Schlupf unmittelbar bevor. Dagny „kratzt“ noch ein wenig Nistmaterial zusammen und verlässt das Gelege, um zu fressen. Nun übernimmt Tarek das Brutgeschehen während dieser heiklen Phase. Achten Sie besonders auf die vorderen beiden Eier im Bild! 

Brutwechsel. Falkenmännchen Tarek löst Weibchen Dagny beim Brüten ab. Dies geschieht zwischen drei bis fünf Mal täglich. Nachts brütet ausschließlich das Weibchen.

Am 23.03. um 19:45 Uhr folgte Ei Nummer drei.

Am 19.03.Zur Eiablage wurde schließlich der Nistkasten an der Westseite ausgewählt. Am 19.03. wurde um 5:06 Uhr das erste Ei gelegt. Nachts bzw. bei wenig Restlicht werden Videos nicht in Farbe aufgenommen.