HOFFNUNG / SPENDEN

St. Marien – gut bedacht

Dendrochronologische Untersuchungen haben ergeben, dass das im Dachstuhl über dem Hauptschiff verwendete Eichen- und Kiefernholz geschlagen wurde, als die Kirche entstand. Somit handelt es sich hierbei um die ursprüngliche Dachkonstruktion aus der Bauzeit der Kirche. 

St. Marien ist eine der größten norddeutschen Hallenkirchen. Dementsprechend groß ist deshalb dieser Dachstuhl. Er misst eine Höhe von etwa 25 Metern und eine Breite von 33 Metern. Man benötigte lange Balken, aber „Bäume wachsen nicht in den Himmel“. Somit war es das Material, das Holz selbst also, das Grenzen setzte, wobei damals Balken bis zu 12 Meter Länge verarbeitet wurden.  

Wir wissen leider nichts über die Bauleute, die vor 800 Jahren die Kirche errichtet haben. Umso interessanter sind deren Zeichen, die sie zum Beispiel in den Balken hinterlassen haben. Sie dienten der Zählung, als Hilfestellung für den Aufbau der Dachskonstruktion und könnten ein Hinweis auf die Zimmerer sein, die hier tätig waren.